Die eng aneinander gereihten Häuser, die Glockentürme, die zum Ufer hinabführenden Gärten: So präsentiert sich Bellagio, wenn man sich ihm langsam vom See aus nähert. Dann geht man von Bord, steigt eine Treppe hinauf, bleibt ganz spontan vor einer Boutique stehen und erkundet die umliegenden Kopfsteinpflastergassen. So entdeckt man Stück für Stück, warum man Bellagio die Perle des Comer Sees nennt.
Am Lecco-Arm des Lario liegt Varenna mit seinen bunten Häusern direkt am Wasser, deren Farbtöne je nach Lichteinfall variieren: Apricot, Terrakotta, Altrosa – warme Reflexe, die bei Sonnenuntergang am Ufer zu leuchten scheinen. In Varenna herrscht eine authentische Atmosphäre – ein gemütliches und zutiefst romantisches Dorf, dessen „Passeggiata degli Innamorati“ (Promenade der Verliebten) Sie begleitet und Sie an einen intimen, fast schwebenden Ort entführt.
Menaggio lässt sich am besten zu Fuß erkunden – zur richtigen Zeit. Früh morgens an der Seepromenade, wenn das Wasser ruhig ist und die Geschäfte noch geschlossen sind. Der Donnerstagsmarkt auf der Piazza Garibaldi. Die kleinen Gassen, die hinauf zur alten Burg führen, von wo aus man den See in seiner ganzen Pracht überblicken kann: Bellagio gegenüber, die Berge ringsum und die Fähre, die lautlos durch das Wasser gleitet.
Das Herz von Como schlägt auf der Piazza Duomo, wo der weiße und rosafarbene Marmor der gotischen Kathedrale die Tische der Cafés in der Altstadt überragt. Man schlendert am Seeufer entlang zwischen den Platanen, fährt mit der Standseilbahn nach Brunate hinauf und plötzlich liegt der See unter einem, zwischen Villen, Landzungen und den Schweizer Bergen im Hintergrund.
Am Comer See blicken die Villen nicht auf das Ufer, sie sind Teil davon. Während sich die Villa del Balbianello wie zum Sprung bereit auf das Vorgebirge stützt, verbirgt die Villa Carlotta botanische Gärten, die im Frühling inmitten einer Kulisse von seltener Schönheit mit Azaleen, Rhododendren und exotischen Pflanzen in voller Blüte stehen. Und weiter: Die Villa Melzi mit ihren neoklassizistischen Gärten direkt am Wasser präsentiert die Pracht ihrer Iris, und die Villa Balbiano, Drehort von „House of Gucci“ und „Der Teufel trägt Prada“, wirkt wie eine Theaterkulisse mit Blick auf den See – prächtig, zurückhaltend und malerisch. Jede von ihnen erzählt eine andere Geschichte – von Familien, von Macht und von Schönheit, die seit Jahrhunderten bewahrt wird.
Hinter dem Comer See ändert sich die Grenze, und auch das Tempo ändert sich. Lugano empfängt seine Gäste mit der gepflegten Eleganz der italienischen Schweiz und einer strahlenden Seele: Die Seepromenade, der Monte San Salvatore, die Parks, die internationalen Boutiquen und die Museen machen die Stadt zu einem idealen Ziel für einen abwechslungsreichen Tag zwischen Shopping, Kultur und Panoramablicken. Wer noch höher hinauf möchte, kann weiter nach St. Moritz fahren, dem Bergreiseziel schlechthin, und dabei die spektakulären Landschaften des Maloja-Passes durchqueren.
Entlang des östlichen Arms des Lario wird die Landschaft klarer: Die Berge rücken näher, der See verengt sich, die Atmosphäre wird intensiver. Lecco liegt zwischen Wasser und Felsen, mit dem Silhouette des Resegone im Hintergrund und den Spuren der „Promessi Sposi“, die in den Straßen, auf den Plätzen und in den Manzoni-typischen Ausblicken noch immer präsent sind. Ein authentisches, weniger mondänes Reiseziel, perfekt für alle, die Kultur, Natur und eine andere Seite des Comer Sees suchen.
Lässt man die Ruhe des Lario hinter sich, wirkt Mailand wie ein kompletter Szenenwechsel: schneller, höher, internationaler. Der Dom, die Galerien, die Museen, die Boutiquen und die Designviertel erzählen von einer Stadt, die niemals stillsteht, aber dennoch mit ihren Details zu überraschen weiß. Ein perfekter Ausflug für alle, die das gemächliche Leben am See mit dem Rhythmus der italienischen Hauptstadt der Mode und des Stils abwechseln möchten.